In eigener Sache

Vor einigen Wochen ging der BIU mit zwei Netzwerkplattformen in die Öffentlichkeit, dem BIU.Dev und dem BIU.Net.

Ich veröffentlichte seinerzeit in diesem Blog einen kurzen Artikel, in dem ich einige Bedenken äußerte, die sich vor allem an der Frage aufhängten, ob der BIU aus der Mitgliedschaft in diesen Plattformen einen politischen Vertretungsanspruch ableiten würde. Ich schrieb seinerzeit:

Vieles von dem, was ich mir seit Jahren für die Branche wünsche, wird in diesem Pool geschehen, wird endlich Realität. Über Details wird sicher noch zu sprechen sein, es wird nicht alles am Anfang funktionieren. Aber das ganze Konstrukt könnte, richtig umgesetzt, ein bedeutender Schritt für die Gamesbranche werden.

Und ich sollte mich darüber freuen. Und ich werde mich darüber freuen. Nämlich dann, wenn der BIU niemals, nicht ein einziges Mal in einer seiner Pressemitteilungen, in einem politische Statement, in einem Versuch der Einflussnahme so tut, als vertrete er mehr als 21 Großunternehmen. Sobald er einmal auch nur insinuiert, dass er irgendwie die Interessen der Mitglieder seiner Netzwerkplattformen vertritt, wird er eine rote Linie überschreiten, welche die gesamte gute Idee auf der Stelle, vollständig und endgültig korrumpiert.

Dieses Zitat gilt heute so, wie es vor ein paar Wochen galt. Was aber auch gilt: Der BIU hat reagiert und öffentlich im Gamesmarkt, auf Facebook und nicht öffentlich im persönlichen Gespräch mit mir versichert, dass er diesen Vertretungsanspruch nicht erheben wird. Nicht jetzt, und auch in Zukunft nicht.

Ich hatte drei lange und gute Gespräche mit Thorsten Hamdorf vom BIU, dessen Baby diese Plattformen sind. Und am Ende gilt: Nicht immer nur meckern, sondern auch machen. Wie ich schrieb, sind diese Plattformen etwas, das diese Branche brauchen kann. Über Details wäre zu reden, aber mitreden kann man nur, wenn man auch mitmacht.

Deshalb werden die Grumpy Old Men, also Michael Hengst und ich, mit Datum zum 1. April 2015 dem BIU.Dev beitreten.

Um von vornherein erst gar keine Gerüchte aufkommen zu lassen: Dies ist auf keinen Fall eine Entscheidung gegen den G.A.M.E und eine für den BIU. Die Grumpy Old Men treten nicht dem BIU bei, bevor wir nicht unsere Mitarbeiterzahl verhundertfacht haben (und so viele alte Männer hat die Industrie noch nicht). Und ein Beitritt in den G.A.M.E. bleibt ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Auch mit G.A.M.E.-Geschäftsführer Thorsten Unger hatte ich in letzter Zeit einige Gespräche darüber, wie der Verband gerade für Einzelkämpfer wie Michael und mich attraktiver werden könnte. Und so wie es klingt, wird sich auch da in nächster Zeit einiges in die richtige Richtung bewegen.

Dies ist eine Entscheidung für ein entstehendes Netzwerk, eine Entscheidung für verstärkte Mitarbeit, für die Übernahme von mehr Verantwortung in der Branche. Es ist auch eine Entscheidung dafür, Gräben in der Industrie so langsam mal zuzuschütten, ein paar Brücken zu bauen, mehr Gemeinsamkeit zu schaffen. Und es ist eine Entscheidung gegen exakt niemanden und nichts, außer die Teilnahmslosigkeit.

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