Die Causa Molyneux

Eigentlich – sollte man meinen – ist in der Diskussion um das Rock Paper Shotgun-Interview mit Peter Molyneux schon alles gesagt worden: Ja, John Walker hat Mr. Molyneux sehr hart angefasst. Und ja: Ich denke, er hat damit einen unangenehmen Job übernommen, den mal jemand übernehmen musste, nämlich den des Journalisten, der seinen Job ernst nimmt.

Ob die Fragen und die Art, wie er PM anging immer fair war, ist dabei gar nicht so sehr die Frage. Manchmal muss man als Journalist auch unfair sein, um an tiefer liegende Wahrheiten heranzukommen. Aber all das ist in den sozialen Netzwerken schon ausreichend diskutiert worden und soll hier nicht unnötig breit getreten werden. Worum es geht: In der Diskussion über PM zeigen sich viele der Schwächen und Stärken sowohl der Games-Presse wie auch der Entwickler-Community geradezu beispielhaft. Und die Art der Diskussion ist einen genaueren Blick wert.Weiterlesen »

Plattform – nicht Plenum!

Seit Jahren wird die deutsche Spieleindustrie – durchaus nicht zu ihrem Vorteil – von zwei verschiedenen Verbänden politisch vertreten. Da ist einmal der BIU, dem nach eigenen Angaben 21 Mitglieder angehören, die zusammen 85% des deutschen Marktes für Computer- und Videospiele abdecken; ein Verband für die ganz Großen unserer Industrie also, wie die Zahlen vermuten lassen und ein Blick auf die Mitgliederseite schnell bestätigt.

Auf der anderen Seite gibt es den G.A.M.E., dem ich auch einmal angehörte (die Gründe für den Austritt tun hier wenig zur Sache). Diesem gehören 71 Mitglieder an, wobei hier kleine bis mittlere Entwickler aber auch Agenturen wie Aruba Events oder der Verband der deutschen Internetwirtschaft ECO dazugehören.

In der Vergangenheit gab es eher unglücklich verlaufende Versuche, beide Verbände unter einen Hut zu bringen. Dies ging leider schief, und so blieb für die deutsche Politik eines beim Alten: Wenn man mit der deutschen Spieleindustrie telefonieren wollte, gab es (mindestens) zwei Nummern.

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